Austauschmotor


Im Normalfall ist es so, dass ein Automotor ein Autoeben lang hält. Je nach Fahrzeug und Fahrer kann manches Auto bis zu 400.000 Kilometer gefahren werden. Bei den meisten Fahrzeugen ist es allerdings so, dass nach durchschnittlich 200.000 Kilometern Schluss ist und sie dann in der Schrottpresse landen. Dabei ist meist der Motor daran Schuld. Dieser ist defekt und eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Der Rest des Fahrzeugs ist zwar nicht mehr in einem Top-Zustand (wie denn auch nach 200.000 Kilometern?), aber könnte noch gefahren werden. Es kommt aber auch einmal vor, dass der Motor schon weit früher, teils auch unter 100.000 gefahrenen Kilometern kaputt geht. Das ist natürlich besonders ärgerlich.

 

Ein Motorschaden bedeutet aber noch lange nicht, dass man sein Auto verschrotten muss. Ein Austauschmotor hilft einem in den meisten Fällen weiter.

 

Unter einem Austauschmotor versteht man im Kfz-Handel einen aufgearbeiteten Motor eines Fahrzeuges, mit dem man einen baugleichen Originalmotor ersetzt. Ist der Motor nicht aufgearbeitet, spricht man von einem gebrauchten Motor. Ein Austauschmotor ist ein mit überholten und neuen Teilen von Grund auf komplett neu aufgebauter Motor und ist deshalb (fast) so gut wie ein neuer Motor. Der Vorteil: Der Preis ist bedeutend niedriger als der eines Neumotors. Als groben Daumenwert kann man sagen, dass solche Austauschteile etwa ein Drittel unter den Preisen neuer Teile liegen.

Austauschmotoren werden in der Regel in Serie gefertigt und sind meistens direkt ab Lager lieferbar. Sie tauschen einfach gegen einen gewissen Preis Ihren defekten Altmotor gegen einen neuen Austauschmotor. Ihr zurückgegebenes Altteil wird nicht verschrottet, sondern ist die Basis für den neuen Tauschmotor eines anderen Kunden. So entsteht Recycling in Perfektion, zu Ihrem finanziellen Vorteil und zur Entlastung der Umwelt.

Da Austauschmotoren als Gebrauchteile gehandelt werden, beträgt die Dauer der Gewährleistung für diesen Austauschmotor 12 Monate. Dies ist die gesetzliche Mindestfrist beim Verkauf gebrauchter Sachen an Verbraucher und kann in Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht abweichend geregelt werden.

Austauschmotoren gibt es vom Hersteller. Volkswagen und Mercedes etwa betreiben eine industrielle Aufbereitung defekter Motoren, die dann als Austauschmotoren angeboten werden. Motoreninstandsetzer bieten ebenfalls solche Generalüberholungen an - dürfen sie aber offiziell nicht Austauschmotor nennen. Das Prinzip ist aber das gleiche: Verschleißteile werden ersetzt, alle Teile überprüft, der Motor wieder montiert.